Dienstag, 7. Mai 2013

[Buchvorstellung/Review] "Das Geheimnis der Flamingofrau" von Laura Lay

Hallo ihr Lieben!

Heute gibt es von mir zur Abwechslung einmal eine Buchvorstellung bzw. meine Meinung zum Buch "Das Geheimnis der Flamingofrau". Hierbei handelt es sich, auch wenn man es aufgrund des Covers nicht vermutet, um eine erotische Erzählung von Laura Lay. Die Covergestaltung hat mich ehrlich gesagt etwas verwundert, aber der Flamingo ist dennoch nicht fehlplatziert, was sich im Laufe der Geschichte sehr schnell herausstellt. Von daher schon einmal ein dickes Plus hierfür: Es wirkt geheimnisvoll, verrät nicht zu viel über das Buch, hat aber dennoch damit zu tun. Und am wichtigsten: Es sticht ins Auge. Zumindest bei mir ist das immer von Bedeutung, da ich ein Buch oftmals aufgrund seines Umschlags auswähle!


Aber bevor ich meine Meinung zur Erzählung abgebe, möchte ich euch kurz den Inhalt vorstellen. Allerdings versuche ich das so knapp wie möglich zu halten, um nicht alles dieser kurzen Geschichte (ca. 50 Seiten) preiszugeben ;) Sehr knapp ausgedrückt, geht es um Tanja R. die einen bankrotten Schriftsteller (Leon) "kauft", für sie eine erotische Geschichte zu schreiben. Diese Geschichte darf er aber nicht vollkommen frei erfinden, sondern sie gibt ihm gewisse Vorgaben. So hat er die Geschichte im Park, gegenüber dem Flamingogehege zu verfassen. Und auch die Frau, die er dort des Öfteren am Gehege sieht, soll mit eingebunden werden und ihr "gehören". Immer wenn Leon einen Teil verfasst hatte, mailte er ihn Tanja R. zu um Rückmeldung zu erhalten, jedoch hat er sich nie persönlich mit ihr getroffen... Die Geschichte, die Leon für Tanja R. verfasst, bleibt dem Leser aber nicht vorenthalten. Diese macht quasi den erotischen Teil dieser Erzählung aus. Im Mittelpunkt stehen hier die vermögende und sozial engagierte Tanja von Rosenfels (als Tanja R.), die mit ihrer unterwürfigen Freundin Luise in ein Gutshaus in Hainburg gezogen ist und ein Deutschlehrer der Oberstufe. Wie die drei aber zueinander in Verbindung stehen möchte ich nicht mehr verraten, da sonst einfach zu viel der Geschichte preisgegeben werden würde...

Da ich nun den Inhalt kurz erläutert habe, nun zu meiner Meinung. Zum Cover brauche ich wohl nichts weiter zu sagen, darauf bin ich ja bereits eingegangen. Deshalb noch ein paar andere Punkte, zu denen ich gerne Stellung beziehen möchte.
Als erstes zum Schreibstil der Autorin:
Dieser ist sehr flüssig und somit leicht zu lesen. Außerdem ist alles sehr schön beschrieben, sodass man sich die komplette Handlung, als auch die Charaktere bildlich gut vorstellen kann. Besonders anzumerken ist hier, die Erzählweise der Geschichte. Es handelt sich in dem Buch vielmehr um eine Geschichte in der Geschichte. Das hört sich jetzt vielleicht kompliziert an, und hat mich die ersten beiden Kapitel etwas verwirrt, ist aber letzten Endes doch ganz einfach. Wie man dem Inhalt schon entnehmen kann, gibt es zwei wichtige Erzählstränge. Zum Einen die mit Tanja R. und dem "gekauften" Autor und zum Anderen die immer wieder von ihm erfundene Geschichte zwischen Tanja von Rosenfels, Luise und dem Deutschlehrer. Diese beiden Stränge sind immer schön durch einzelne Kapitel von einander getrennt. Und ich muss sagen: so verwirrend ich es am Anfang fand, umso begeisterter war ich am Schluss. Das ist einfach einmal etwas anderes und in Verbindung mit dem flüssigen Schreibstil sehr "erfrischend". Eine echt gute Idee, ein Buch so aufzubauen =)

Zur Handlung selber, brauche ich wohl nicht mehr sehr viel zu sagen, da sie ja im Inhalt erläutert wurde. Diese ist durchwegs schlüssig und somit gut verständlich. Außerdem ist sie nicht von vornehinein zu durchschauen, was ich sehr gut finde und das Buch auch spannend machte. So war es eigentlich nicht möglich, eine Lesepause zu machen. Allerdings hätte man sie, vor allem zum Schluss hin etwas besser ausbauen können. Da ging mir dann doch alles ein bisschen zu schnell. Schade...

Die Charaktere sind in diesem Buch nicht bis ins kleinste Detail ausgebaut, was aber zu keiner Zeit wirklich stört und auch den Rahmen der Erzählung sprengen würde. Allerdings finde ich sie zum Teil nicht wirklich sympathisch und teilweise zu "launisch". Vor allem Luise finde ich etwas schlecht dargestellt, da sie sich zum Teil sehr konträr verhält. Von daher wären vielleicht ein paar Anmerkungen bzw. der Ausbau der Charaktere toll gewesen. Vor allem um die Handlungen etwas besser nachvollziehen zu können.

Abschließend komme ich nun zu folgender Bewertung:













Wie ihr seht, hat dieses Buch einen sehr positiven Eindruck auf mich gemacht. So kann ich es auf jeden Fall allen unter euch empfehlen, die kurze Geschichten, die nicht zu sehr ins Detail gehen mögen. Aber auch um sich einfach mal auszupannen ist es gut geeignet, da es unterhaltsam und doch sehr schnell zu lesen ist. Ein gewisser Erotikanteil ist in dieser Erzählung auch vorhanden, ohne jedoch plump zu wirken. Der Anteil ist aber wiederum nicht so stark ausgebaut, sodass die Geschichte auch für all diejenigen zu empfehlen ist, die nicht so darauf stehen ;) Wer allerdings komplexe, langwierige  Storys mag, sollte eventuell lieber die Finger davon lassen.

Erhältlich ist diese Erzählung *hier*. Auch eine Leseprobe ist dort für alle, die bisher noch nicht überzeugt werden konnten, möglich.

Abschließend möchte ich nocheinmal ein großes DANKESCHÖN an Laura Lay aussprechen, die mir diese tolle Erzählung überlassen hat!

Liebe Grüße
Jess

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